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Virtuelles Arbeiten und Lernen in projektartigen Netzwerken
Interdisziplinäre Lösungsansätze für die menschengerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und ein Mitarbeiter förderndes Personalmanagement

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Das Forschungsprojekt Virtuelles Lernen und Arbeiten in projektartigen Netzwerken zielt auf die soziale, technische und organisatorische Unterstützung wissensintensiver Kooperationsarbeit im Kontext dynamischer Netzwerke. Solche Arbeit wird vornehmlich im Kontext von Projekten zeitlich, sachlich und sozial strukturiert. Die beabsichtigte Forschung umfasst daher Projekte aber auch Organisationsnetzwerke, innerhalb derer sich Projekte als basale Untersuchungseinheit ausdifferenzieren. Fokussiert werden Beziehungen von kooperativer Zusammenarbeit, projektbezogener Organisationsentwicklung (Entstehung und Auflösung), der Entwicklung dauerhafter professioneller Netzwerke sowie der Bildung organisationaler Partnerschaften. Ziel des Forschungsprojektes ist es, soziale, technische und managementbezogene Vorschläge zur Lösung von Problemen und Widersprüchlichkeiten Virtueller Unternehmen anzubieten, deren Ursprünge zumeist in der zeitlichen Befristung virtueller Zusammenarbeit vermutet werden. Kern des Forschungsprojektes ist somit eine interdisziplinäre Analyse von virtuellen Projektnetzwerken aus soziologischer, informatischer und betriebswirtschaftlicher Sicht.

Ein zentrales Ziel ist es, aus der Sicht dieser Disziplinen Rahmenbedingungen für eine menschengerechte Arbeitsgestaltung und ein Mitarbeiter förderndes Personalmanagement in netzwerkartigen Kontexten zu formulieren. Dabei sind sowohl Projekte als temporäre Einheiten als auch Beschäftigte, die über Einbindung in solche Projekte Teil einer netzwerkbasierten Kooperation werden, Gegenstand der Forschung. Dadurch sollen zum einen strukturelle Merkmale projektbasierter Netzwerkarbeit beleuchtet werden, zum anderen aber auch Entwicklungen auf der mikrobiographischen Ebene dokumentiert werden. Daraus lassen sich drei Arbeitsziele ableiten:

  • Die Rekonstruktion von Bedingungen für die zeitliche, sachliche und soziale Strukturierung und Reproduktion projektbezogenerKooperationsarbeit
  • Die Bereitstellung von Lösungsansätzen zur Verbesserung der technischen und sozialen Gestaltung virtuell organisierter Lernprozesse
  • Die Auslotung personalwirtschaftlicher Konzepte, die es erlauben, Arbeit in projektartigen Netzwerken zu organisieren

Aus Perspektive der Informatik werden Strukturen und Prozesse, die mit dem Gebrauch informations- und kommunikationstechnischer Werkzeuge einhergehen, fokussiert. Um nicht allein die den Werkzeugen inhärenten Eigenschaften herauszuarbeiten, sondern auch deren Funktion im sozialen und organisatorischen Kontext zu beleuchten, wird auf neuere Fortentwicklungen handlungstheoretischer Konzepte Bezug genommen. Hierzu werden Strukturen und Prozesse des Werkzeugsgebrauchs selbst mit informatischen Methoden modelliert, wobei die sich entwickelnden Standards objektorientierter Beschreibungs- und Spezifikationssprachen berücksichtigt werden. Die Benutzung von informationstechnischen Artefakten in Wissensschöpfungs- und Wissensmanagement-Prozessen eröffnet die Möglichkeit, “Spuren” der kooperativen Wissensgenese zu analysieren und neue Formen der Wissensablage zu konzipieren. Zentrale Momente für die Frage nach dem Umgang mit Wissen im Kontext einer virtuellen Arbeitskonfiguration bilden:

  • Die Balance zwischen dauerhaftem Wissen und temporären Informationsbedarf.
  • Speicherung und Mobilisierung von Wissen, insbesondere Wissen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar zu machen.