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Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, stellen eigene Innovationsstrategien eine wichtige Chance für europäische Unternehmen dar. Die hierfür notwendige Unternehmenskultur ist idealerweise durch Akteure mit fachlich unterschiedlichen Kompetenzen geprägt, wie sie beispielsweise häufig in projektartigen Netzwerken anzutreffen sind. Die hierdurch ermöglichte Förderung von Innovationsarbeit stellt besondere Anforderungen an die Beschäftigten der jeweiligen Unternehmen, die in diese Netzwerke und Communities eingebunden sind. Der derzeitige Fachkräftemangel in der Digitalen Wirtschaft verstärkt zudem den Bedarf an Kompetenzentwicklung für Innovationsarbeit. Dabei ergibt sich neben den allgemein anfallenden Anforderungen an die Kompetenzentwicklung auch ein für soziale Netzwerke spezifischer Bedarf zur evolutionären Förderung von Kompetenzen unter Berücksichtigung der Netzwerkdynamik.
Als Antwort auf diese Herausforderung wird in dem Verbundprojekt unter der Leitung der Universität Duisburg-Essen ein ganzheitliches Konzept als Lösung für die sich hieraus ergebende Frage nach einem softwaregestützten Kompetenzmanagement innovationsgetriebener Arbeit der Digitalen Wirtschaft erarbeitet. Bei dieser Lösung werden einerseits (potentielle) Innovatoren durch Verfahren der Sozialen Netzwerkanalyse identifiziert. Andererseits wird die Entwicklung der für die erwarteten Innovationen notwendigen Kompetenzen softwarebasiert unterstützt. Die Herausforderung hierbei liegt insbesondere in der Dynamik der erforderlichen Kompetenzen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wird ein ontologiegestütztes System entwickelt, welches neben dem Wissensmodell die Veränderungen der Positionen im Netzwerk auf der Ebene von Personen und Themen sowie die Intentionen der beteiligten Menschen und Unternehmen mitberücksichtigt. Der Projektverbund wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF, 50% Anteil) gefördert (Förderkennziffer 01FM07067-72).

Ziel des Projektes ist es, im Kontext der Diskussion um „Open Innovation“ eine Plattform für interaktive Wertschöpfungspartnerschaften und ein damit korrespondierendes branchenbezogenes Wissens- und Humanressourcenmanagement in der Digitalen Wirtschaft aufzubauen. Hierdurch soll ermöglicht werden, Berufsbilder und Kompetenzprofile der Digitalen Wirtschaft so zu definieren und anzupassen, dass sie den Marktakteuren sowie Aus- und Weiterbildungsanbietern eine klare Orientierung zur Überwindung der derzeitigen Innovationshemmnisse und zur Bewältigung künftiger Innovations- und Wachstumserfordernisse geben. Es sind solche Innovationshemmnisse gemeint, die sich aus der nicht effizienten Nutzung von Humanressourcen ergeben (z.B. zu starre Personalentwicklung, fehlende Anreizsysteme oder undurchlässige Organisationsstrukturen). Die Innovationshemmnisse sollen auf Dauer abgebaut werden, so dass sich die brancheninhärenten Innovationspotentiale voll entfalten.

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Es werden folgende Arbeitslinien verfolgt:

  1. Management von interaktiven Wertschöpfungspartner-schaften (von brancheninternen über branchenübergreifenden (B2B) bis hin zu Hybridpartnerschaften (B2C) mit den Endkunden) ,
  2. Wissens- und Humanressourcenmanagement – Kompetenzbildung für (Open) Innovation,
  3. Implizite Innovationsarbeit – Hindernisse und Chancen für die Sichtbarmachung von Innovationsarbeit in KMU,
  4. Forschung für Open Innovation in KMU und
  5. Erstellung eines softwarebasierten Modells für eine kompetenzfördernde Innovationsstrategie zur erfolgreichen Umsetzung von Open Innovation für Wertschöpfungspartnerschaften der IT-Branche.